Grunderwerbsteuer
Ende letzter Woche haben wir endlich die Rechnung vom Finanzministerium bekommen - wir dürfen jetzt die Grunderwerbsteuer zahlen! Und es ist in der Tat so, dass wir uns darüber freuen. Denn ohne diese Steuer gibt es keinen Eintrag der Grundschuld ins Grundbuch und ohne Grundschuld gibt es keine Finanzierungsbestätigung und ohne diese Bestätigung wird Heinz von Heiden nicht anfangen zu bauen.
Also habe ich mich sofort hingesetzt und das Geld überwiesen. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, handelt es sich bei dieser Steuer um 3,5% des Grundstückpreises. Da kommt je nach Grundstücksgröße und Quadratmeterpreis schon ein ordentliches Sümmchen zusammen, das Vater Staat sich greift.
Bei dieser Gelgenheit habe ich mal wieder darüber nachgedacht, was eigentlich der Sinn dieser Steuer ist!? Will Vater Staat womöglich verhindern, dass irgendwelche Grundstücke ständig den Besitzer wechseln!? Es geht wohl nur um eine zusätzliche Einnahmequelle, die sich der Staat gönnt. Und man sollte eher nach der moralischen Rechtfertigung dieser Steuer fragen. Aber auch diese kann ich nicht erkennen. Es handelt sich hierbei sicherlich nicht um einen ordnungspolitischen Eingriff des Staates in den freien Markt, der einem höheren Zweck dient.
Egal, das Geld ist weg und es stimmt mich ein wenig freundlicher, dass es wieder den Gemeinden zu gute kommt (eigentlich den Bundesländern, aber diese verteilen die eingenommenen Mittel ja bekanntlich auch auf die Kommunen). Ausserdem ist laut Gesetz festgelegt, dass der zu zahlende Betrag auf ganze Euros abgerundet wird - wer sagt’s denn, schon wieder gespart :-) Aber es gibt noch mehr Dinge, die an der Grunderwerbsteuer positiv gesehen werden müssen! Seit September 2006 dürfen die Bundesländer den Steuersatz selbst festlegen. Berlin macht seit 2007 Gebrauch davon. Hier müssen 4,5% Grunderwerbsteuer bezahlt werden - da haben wir doch mit dem Kauf eines Grundstücks in Brandenburg schon wieder Glück gehabt!
Bild: © sebthestrange / PIXELIO
Mittwoch, 27. Februar 2008 19:36
[...] etwas aus der Kategorie “Klingt komisch, ist aber so”: Stefan freut sich darüber, die Grunderwerbssteuer zahlen zu dürfen. Warum das so ist, was der Sinn dieser Steuer sein könnte und was die [...]
Mittwoch, 27. Februar 2008 21:56
Hm…
komisch….
Ich habe erst den Fragebogen bekommen und habe die Grundschuld schon drinn stehen….
Mittwoch, 27. Februar 2008 22:36
Hallo Stefan,
uns ging es ähnlich. Wir mussten leider noch Ewigkeiten auf die Grundstücksverkehrsgenehmigung warten, bis wir unsere Grunderwerbsteuer zahlen “durften”. Aber dann ging alles sehr schnell, wir haben sogar bezahlt bevor wir den Bescheid in den Händen hielten …
Wir haben unsere Grundstück Ende letzten Jahres gar nicht so weit weg von Eurem gefunden, auch direkt neben einer Pferdekoppel. Wir wünschen Euch alles gute für Euer Vorhaben.
Mittwoch, 27. Februar 2008 23:25
Hi Norman,
welchen Fragebogen meinst Du denn? Fehlt mir noch was :-( Also ich kann mich daran erinnern, dass wir einen Fragebogen kurz nach dem Kauf des Grundstückes erhielten - damit wollten man wohl den Verkehrswert der Grundstücke in unserer Gemeinde ermitteln. Naja, dann kommt vielleicht noch einer?!
Hi Knut,
vielen Dank für Eure Wünsche :-) Die kann man immer gut gebrauchen und ich gebe sie auch gleich zurück! Übrigens gibt es neben der Pferdekoppel noch ein paar mehr Gemeinsamkeiten! Auch wir haben eine Sandstraße die bestimmt zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt gemacht werden wird. Und mit dem Herrn Raschke haben wir uns auch schon unterhalten :-)
Gruß,
Stefan
Dienstag, 29. Juli 2008 9:09
[...] Sinn dieser Steuer lässt sich im Übrigen vortrefflich streiten, wie es unter anderem im Blog von zepernicker.de getan [...]