Subprime Krise
Da hat man seit einem halben Jahr so viel über die Subprime-Krise gelesen und als angehender Häuslebauer schon das Schlimmste befürchtet und was passiert?
Wir alle haben einen starken Anstieg der Hypothekenzinsen befürchtet, weil wir annahmen, dass die Banken aus ihren Fehlern lernen und bei der Kreditvergabe rigider verfahren würden. Nach allem was ich im Internet gelesen habe, ist dem auch so. Die Banken schauen seit Sommer letzten Jahres genauer auf das Eigenkapital der Bauwilligen. 100 Prozent Finanzierungen sollen wohl die Ausnahme geworden sein. Aber auf die Höhe des Hypothekenzinses hatte dies keine sofortigen Auswirkungen.
Und dennoch, die US-Wirtschaft war verunsichert. Internationale Banken übertreffen sich seit Monaten in der Höhe ihrer Abschreibungen und schüren somit bestehende Rezessionsängste. Auch deutsche Banken sind in den Abwärtsstrudel geraten. Sie mußten etliche hundert Millionen Euro an Forderungen abschreiben. Gelder welche sie im Subprime-Markt investierten in der Hoffnung auf hohe Renditen. Seit Anfang des Jahres hat die Unsicherheit auf andere Dax-Unternehmen übergegriffen. Die Aktien-Indizes fallen in Amerika, Asien und Europa.
Was sind die Mechanismen hinter fallenden Aktienkursen? Der Preis einer Aktie wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Sind weniger Menschen an der Aktie interessiert, sinkt die Nachfrage. Sinkende Aktienpreise werden also dadurch verursacht, dass Investoren massiv Gelder dem Aktienmarkt entziehen. Sie verkaufen ihre Aktien, die Preise sinken.
Was aber macht der Investor nun mit seinem Geld? Eins ist klar, er will sein Geld Rendite-bringend anlegen. Da hätten wir zum einen Gold. Die Investoren legen ihr Geld in unsicheren Zeiten gerne in Gold an. Gold genießt den Ruf, krisensicher zu sein. Betrachtet man allerdings den Goldpreis seit Sommer letzten Jahres, er ist um ca. 25% gestiegen und befindet sich auf einem Allzeithoch, kommen Zweifel auf, ob Gold noch über ein großes Renditepotential verfügt.Eine weitere übliche Anlage ist der Kauf festverzinslicher Wertpapiere, z.B. Bundesanleihen. Auch dies ist derzeit zu beobachten. Die starke Nachfrage nach festverzinslichen Wertpapieren drückt den Zins.
Wie wird sich der Zins in den nächsten Tagen entwickeln? Das ist eine wirklich gute Frage! Da hätten wir zum einen durch sinkende Aktienkurse eine Tendenz zum weiteren Sinken der Zinsen. Dem steht aber die gestiegene Inflation entgegen. Wer möchte schon bei einer Inflation von 3% sein Geld für 3,5% anlegen? In welche Richtung sich der Zins entwickeln wird und vor allem wann, sage ich euch hier in einem halben Jahr ;-)
Dienstag, 29. Januar 2008 11:51
[...] Zinssenkungen hagelt. So sagt sich der Betreiber von zepernicker.de in seinem Beitrag über die „Subprime Krise“, dass er einen Anstieg der Hypothekenzinsen befürchtet habe. Wer einmal über die [...]
Montag, 19. Januar 2009 10:03
[...] Euro entspricht, enthalten. Vergleicht man dies mit Deutschland, in dem etwa 300 Milliarden Euro giftige Wertpapiere in den Büchern der großen Banken enthalten sind, ist das schon eine relativ hohe Hausnummer. Schließlich [...]
Sonntag, 29. November 2009 5:00
Hallo
Danke für diesen interessanten Artikel!
Was das Thema selbst angeht:
Ich würde ja sagen, Gerüchte hin oder her, man darf Gold als Anlage nicht unterschätzen. Wie heißt es so schön? Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast ;-) Über längere Zeit wird sich der Preis so oder so wieder stabilisieren - so war es schon immer und so wird es auch immer bleiben
Gruß, Konstantin