Der Kamin
Die wohlige Wärme eines Kaminfeuers gehört meiner Meinung nach zu den angenehmsten Dingen im Winter. Das Feuer ist herrlich entspannend, das Knistern verbrennenden Holzes beruhigt ungemein. Darüber hinaus ist sowohl der Kamin als auch der Schornstein ein gestalterisches Element im Haus und dient häufig als Blickfang.
Für uns stand von Anfang an fest, dass wir in unserem Haus einen Kamin haben wollen. Neben den oben schon erwähnten Faktoren des Wohlfühlens spielten bei uns auch noch die Möglichkeiten des Energiesparens eine entscheidende Rolle. Gerade in Zeiten ständig steigender Gaspreise möchten wir eine Alternative beim Heizen haben.
Da gerade kurz nach der Bauphase bei den meisten Häuslebauern das Geld nicht mehr ganz so locker sitzt, haben wir uns gedanklich dafür entschieden, vorerst einen etwas preiswerteren Kaminofen zu kaufen. Später, wenn man wieder nicht mehr weiß wohin mit dem Geld, wollen wir eventuell über den Bau eines gemauerten Kamins nachdenken.
Soweit ganz gut, aber dennoch sind noch einige weitere Überlegungen und Entscheidungen in der jetzigen Phase notwendig. Soll der Kamin tatsächlich mal als alternative Heizung effizient genutzt werden, so empfiehlt es sich, einen Kamin inklusive Wassererwärmung zu kaufen. Bei diesem befinden sich um den Brennkessel herum Wasserrohre, in denen sich das Wasser erwärmt und danach in den Heizkreislauf des Hauses bzw. in einen Warmwasserspeicher gespeist werden. Da dies mit baulichen Maßnahmen einhergeht, sollte man diese Entscheidung schon vor dem Hausbau für sich treffen. Immerhin ist ein zusätzlicher Wasserkreislauf notwendig, welcher am besten unauffällig im Estrich verlegt wird. Des weiteren ist wohl ein Zwischenspeicher notwendig - glaube ich.
Ich habe mich beim Schornsteinfeger beraten lassen, der mich nach unseren zukünftigen Heizgewohnheiten befragte. Ich habe uns mal als Gelegenheitsnutzer eingestuft - am Wochenende, in der Woche eher nicht. Darauf hin hat er mir von der Warmwassererzeugung mittels Kamin abgeraten. Bei diesem Heizverhalten stimme das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht. Was mir auch nicht ganz klar ist, wenn ich mich dazu entscheiden sollte, den Kamin wirklich zum Beheizen des Hauses zu nutzen, woher bekomme ich dann eigentlich all das dafür notwendige Holz her? Mit wieviel Arbeit ist es verbunden, sich das Holz zu besorgen? Wie teuer ist das Heizen mit Holz eigentlich und was wird der Holzpreis in der Zukunft machen? Eine Menge Fragen und ich befürchte, dass diese mir keiner so richtig beantworten kann :-(
Bild-Feuer: © A. Liebhart / PIXELIO
Bild-Holz: © Verena N. / PIXELIO
Montag, 25. Februar 2008 14:20
Holz kann man sich doch im Wald besorgen! Muß man wohl nur beim Förster bescheid sagen und einen kleinen Obulus bezahlen und dann geht es los?!
MfG,
Andrei
Montag, 25. Februar 2008 23:17
Hi Andrei,
davon habe ich auch schon gehört. Man benötigt meines Wissens nach einen Schein zum Betreiben von Kettensägen und die Genehmigung des Fösters. Danach kann man wohl für ein bischen Geld loslegen (habe mal 10 EUR für einen Raummeter Holz gehört). Aber wie lange reicht denn ein Raummeter? Und wieviel Arbeit bedeutet es denn, einen Raummeter zu schlagen, zerkleinern, stapeln und trocknen?
Gruß,
Stefan
Donnerstag, 13. März 2008 11:53
Hi Stefan!
Mit einem Raummeter Hartholz (Selbsterwerb), dier inzwischen uebrigens 15 Euro + 7% MwSt kostet kommt man je nach Winter schon recht weit… Bis zu einer Groessenordnung von 10 Raummetern macht das “Holzmachen” auch Spass.
Ich denke dass man, wenn man die reine Arbeitszeit nicht mit berechnent, alle Kosten inclusive mit Holz geheizt ca. das 4 fache an Gas /Oel spart….
Meine Hauptmotivation ist jedoch immer noch das Feuer, nicht der Einspareffekt.
Gruesse
Knut
Mittwoch, 2. April 2008 22:33
Habt ihr schon mal an einen wasserführenden Kamin gedacht - schaut mal in diesem blog
http ://beyenburgerin.wordpress.com/2008/03/
oder auf der sie
www .normatherm-heiztechnik.com
oder
www .kaminfan.de
da spart auch noch richtig Geld, und ist sehr behaglich….
Donnerstag, 3. April 2008 7:32
Hi Julius,
wie schon im Artikel beschrieben haben wir sehr wohl über wasserführende Kamine nachgedacht und uns dagegen entschieden. Denn nach unseren Informationen ist der Einbau nicht ganz so einfach/sorglos wie in dem von Dir empfohlenen Blog dargestellt.
Gruß,
Stefan
Dienstag, 16. Juni 2009 15:21
Ein Kamin mit Ethanol ist auch “wärmstens” zu empfehlen.Damit habe ich nur gute Erfahrungen gemacht und spart auch etwas Geld. ;)
Dienstag, 16. Juni 2009 22:10
Hi Peter,
naja, über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten. Mein Ding ist es nicht, aber vielleicht sind die neuen Ethanol-Kamine auch viel besser als die, die ich bisher so gesehen habe.
Gruß,
Stefan
Dienstag, 3. November 2009 9:32
Hallo!
Ja, Kamine sind leider oftmals sehr teuer.
Die Alternative mit Bioalkohol ist in manchen Situationen nicht schlecht.
Wir haben darüber einen Blog eröffnet, der sich mit dem Thema Wandkamin/Ethanolkamin/Tischfeuer beschäftigt.
Ich möchte mal so frei sein, und an dieser Stelle darauf verweisen.
http://www.tischkaminblog.de
GRüsse